Vietnam ist auf dem Sprung ins 21. Jahrhundert. Moos und Patina bedecken jahrtausendealte Kulturdenkmäler - doch auf den Straßen in Saigon und Hanoi tobt das moderne Leben, und Besucher reiben sich verwundert die Augen.

Ein Land zwischen Vergangenheit und Aufbruch, jenseits der Klischees aus Vietnamkrieg, Opiumpfeifen und Schlangenschnaps. Artenreiche Nationalparks und Naturschätze bezaubern die Reisenden, ob in der Ha-Long-Bucht im Norden oder in der Wasserwelt des Mekongdeltas.

Dazwischen warten 3200 km Küste mit Inseln, Bade-stränden und Hideaways auf Erkundung.
Ho-Chi-Minh-Stadt, ist die größte Stadt Vietnams. Im gesamten Verwaltungsgebiet der Stadt leben 7,1 Millionen Einwohner (Volkszählung 2009). Es stellt kein zusammenhängendes Stadtgebiet dar, sondern ist – mit seiner außerhalb der Kernstadt dominierenden ländlichen Siedlungs-struktur – eher mit einer kleinen Provinz vergleichbar.
Geschichte von Saigon:

Der Ort "Sai Gon" wurde wahrscheinlich zwischen dem 1. und 6. Jahrhundert als Fischerdorf von einem Khmer-Volk gegründet. Zu dieser Zeit lebten in der Region noch keine Vietnamesen. Die Herrschaft über das Gebiet besaß nominell das weiter im Westen liegende Reich Funan. Später wurde Funan von dem Volk der Kambuja eingenommen, die zum Reich Chenla gehörten, das seinerseits später in Angkor aufging. Diese machtpolitischen Verschiebungen hatten aber nur wenig Einfluss auf das kleine Fischerdorf.

Das Land war von derart unzugänglichen Wäldern und Sümpfen umgeben, dass die dort lebenden Khmer-Fischer ihre Siedlung Prei Nokor (Dorf im Wald) nannten. Doch aufgrund seiner Lage auf festem Boden, unmittelbar nördlich des sumpfigen Deltas und auf drei Seiten von schiffbaren Wasserwegen umgeben, begann der Aufstieg des Ortes.

Als Chenla vom Khmer-Reich Angkor vereinnahmt wurde, das bis zum 15. Jahrhundert die Herrschaft über die Region hatte, erlebte Prei Nokor eine erste Blüte als Umschlaghafen für kambodschanische Schiffe, die den großen Mekong-Fluss befuhren. Bis zum 17. Jahrhundert entstand dort eine Garnison und eine Handelsgemeinde, zu der auch malaiische, chinesische und indische Händler gehörten.
Lit.: Wikipedia
Die Stadt liegt etwas nördlich des Mekong-Deltas auf dem Westufer des Saigon-Flusses. Unter ihrem alten Namen Sài Gòn (Saigon) war sie bis zum April 1975 Hauptstadt der Republik Vietnam. Sie ist Industriestadt, Verkehrsknoten und Kulturzentrum mit Universitäten, Theater, Kinos, Museen und Baudenkmälern
4 Tage Saigon bzw. Ho-Chi-Minh-Stadt
Über dem Fluss hängen noch, kleinen Wattebällen gleich, ein paar Dunstschwaden, und die Sonne scheint schwer aus ihrem kuscheligen Wolkenbett zu kommen. Doch Miss Saigon ist schon putz-munter. In der Prachtstraße Dong Khoi, vor der Kathedrale Notre Dame, an den Ampeln beim
Rex Hotel röhren, quäken, hupen und hüsteln Zweitakter ihr rostiges Morgenlied.
Mofas, überall Mofas - das ist der erste Eindruck von diesem Land. Mal sind es nur drei oder vier Exemplare, mal ganze Bienenschwärme. Bepackt mit Kartons voller Colaflaschen und „Tiger"-Bier aus Singapur, mit prall gefüllten Einkaufstaschen, mit Hühnerkäfigen, mit zwei, drei Kindern, mit Alten, die Betelnüsse kauen, mit Frauen, deren seidige Ao-Dai-Gewänder im Wind flattern und die zum Schutz vor Sonne und Schmutz weiße Handschuhe tragen. Und mit Bäuerinnen, deren Stroh-hüte an Papierschirmchen in Eisbechern erinnern, aber vor allem typisch sind für dieses Land: Vietnam.
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Vietnam v. 1975 und 2011
Im Kriegsopfermuseum gibt es eine Sammlung von Panzern, Flugzeugen und anderen Waffen, die von der US-Armee erbeutet wurden. Eine Fotogalerie zeigt Kriegshandlungen, den Einsatz von Napalm sowie der Entlaubungsmittel Agent Orange und Agent Blue, die über Vietnam versprüht wurden. Die Folgen waren eine Zunahme von Krebs, Geburtsschäden, Missbildungen und Umweltzerstörung. Die Darstellung der Geschichte in diesem Museum beschränkt sich auf die Sicht der Sieger.

Die Gräueltaten der Vietcong an der südvietnamesischen Zivilbevölkerung – wie beispielsweise das Massaker von Hue, dem 1968 Tausende zum Opfer fielen – bleiben unerwähnt. Gleiches gilt für das Schicksal hunderttausender Soldaten, die auf der Seite des Südens gekämpft haben und nach dem Krieg noch jahrelang in sogenannten Arbeits- und Umerziehungslagern gehalten wurden.[
Das Kriegsmuseum in Saigon: Wer nach Saigon kommt sollte sich neben den Sehenswürdigkeiten auch dieses Museum anschauen.

Obwohl die einseitige Berichtserstattung sofort ins Auge fällt......man kann nur hoffen, dass sich so etwas nicht wiederholt.

Stadttheater
An der Ostseite des Lam Son-Platzes steht das 1899 eröffnete Stadttheater, dessen kolossaler, kuppelförmiger Eingang Richtung Südwesten auf die Le Loi weist. 1955 war dort vorübergehend die Nationalversammlung untergebracht, doch heute werden in dem restaurierten Gebäude wieder Modenschauen, Theaterstücke und Tänze dargeboten.

Das Hoa Binh-Theater in der 3 Thang 2 bietet regelmäßig Aufführungen moderner und klassischer vietnamesischer Musik, traditionelle Theaterstücke und Tänze, Modenschauen, Konzerte (manchmal auch von Künstlern aus dem Westen) und synchronisierte Filme.
An der Dong Khoi liegt das das zwischen 1886 und 1891 errichtete Hauptpostamt. Abgesehen von einer Renovierung und Modernisierung der Schalter erfolgten seit der Entstehung fast keine Änderungen. Die Stahlkonstruktion des Gebäudes wurde vom französischen Ingenieur Gustave Eiffel entworfen. Von einem riesigen Gemälde in der Halle aus wacht Ho Chí Minh über die Arbeit der Postangestellten
Die zwischen 1877 und 1883 aus Backstein errichtete neoromanische Kathedrale Notre-Dame ist eines der bedeutendsten Kolonialgebäude der Stadt und das Zentrum der katholischen Kirche in Südvietnam. Notre-Dame befindet sich am Nordende von Dong Khoi. Jeden Sonntag werden Messen in englischer Sprache gehalten. Auf dem davor liegenden Platz der Pariser Kommune steht eine Statue der Jungfrau Maria. Diese Kirche wird auch Notre-Dame des Ostens genannt.
Nordwestlich der Kathedrale zeigt sich die Flagge auf dem Wiedervereinigungspalast, einem weiß getünchten Betonbau. Das Gebäude steht auf dem Gelände des früheren Norodom-Palastes, einer kolonialzeitlichen Villa von 1871, die einst dem Generalgouverneur von Indochina als Residenz diente. Mit dem Abzug der Franzosen 1954 machte Ngo Dinh das extravagante Gebäude zu seinem Präsidentenpalast, doch nachdem das Gebäude im Februar 1962 bei einem versuchten Attentat durch zwei abtrünnige südvietnamesische Piloten schwere Schäden erlitten hatte, wurde es schließlich abgerissen. Das heutige Gebäude hieß nach seiner Fertigstellung im Jahre 1966 zunächst Unabhängigkeitspalast, nur um nach der Eroberung des Südens 1975 in Wiedervereinigungshalle umbenannt zu werden. Die Innenausstattung stammt aus den 1960er und 1970er Jahren. Interessant ist unter anderem der dritte Stock, wo sich neben der Präsidentenbibliothek auch ein durch einen Vorhang verdunkelter Vorführraum und ein Salon mit einem Rundsofa und einer fassförmigen Bar befinden.
Das Rathaus
Wir haben für den 4-tägigen Aufenthalt in Saigon uns bewusst für das Rex Hotel aus historischen Gründen entschieden.

Hier war einst das US Information Service untergebracht, das im Krieg von Offizieren bezogen wurde. 1985 wurde das Rex zum First-Class-Hotel umgebaut.

Die Dachterasse des Rex´s ist im amerikanischen Krieg weltberühmt geworden.
Das  Rex-Hotel mit der legendäre Dachterasse
"Saigon 2011"


Hier einige

Fotos aus der Stadt und  vom

Leben auf der Stasse
Typisches Haus in Saigon
Ho-Chi-Minh-Stadt erhielt ihren Namen im Jahre 1976, nachdem Nord- und Südvietnam wiedervereinigt worden waren. Sie ist im Ausland nach wie vor unter ihrem alten Namen Saigon bekannt. Zur Abkürzung des vietnamesischen Namens Thành Ph? H? Chí Minh wird in Vietnam die Stadt häufig Sài Gòn genannt, obwohl dies offiziell nur den ersten Bezirk von Saigon-Stadt bezeichnet.

Als Abkürzung sieht man oft TP. HCM bzw. HCMC oder HCM City (vietnamesisch beziehungsweise englisch).

Die Stadt wurde nach Ho Chi Minh benannt, welcher im September 1945 die Demokratische Republik Vietnam proklamierte und später die Führung des Landes als Staats- und Ministerpräsident übernahm. Nach der Teilung Vietnams als Folge des Indochinakriegs 1954 wurde er Präsident der Demokratischen Republik Vietnam.
Für die Ausstellung benötigt man bisweilen starke Nerven. Detailliert wird auf einzelne Massaker der Amerikaner an die vietnamesischen Bevölkerung, wie z.B. in
My Lai, eingegangen.
In Hof des Gebäudes stehen erbeutete Panzer, Hubschrauber und Flugabwehrgeschütze.
Der Nachtmarkt in Saigon
Nach 4 Tagen in Saigon sind wir mit einem VIP-Bus für 8 USD/Person in das ca. 200 km entfernte Mui Me an die Küste zum relaxen gefahren.
Nach dem "Schock" im Kriegsmusseum mussten wir im Barbeque-Garden ein paar Bier trinken und natürliche etwas leckeres grillen.